Konni & Evi

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Herkunftsland
Deutschland
Region
Saale-Unstrut
Anbaumethode
Handarbeit im Weinberg | in Umstellung auf Biodynamie
Kellerarbeit
keine Eingriffe im Keller | sanftes Pressen mit Korbpresse | kein Umpumpen | Ausbau in Edelstahl und Holzfass
Rebfläche
3,0 Hektar in 10 Einzelparzellen mit einer Distanz von ca. 25km
Besonderheiten
größtenteils Steillagen | teilweise alte Reben | karger Kalkboden | in der Umstellung auf biodynamischen Weinbau (Demeter)

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Die Geschichte vom Weingut Buddrus beginnt ganz anders, als die der meisten Jungwinzer. Konrad stammt nicht aus einer Winzerfamilie. Er hat keine Rebflächen von seinen Eltern übernommen und er hat auch keinen Lotto-Gewinn, den er unbedingt in Rebgold anlegen wollte. Wenn ich die Geschichte korrekt erinnere, hat er als Jugendlicher bei einem Verwanden ausgeholfen, welcher für die Genossenschaft arbeitete.

Konni war, wie alle Kids, klamm und weil er ein Moped wollte, musste er sich das Geld dafür selbst verdienen. Beim Schüler-Job im Weinkeller und bei einem Freund im Weinberg hat er dann Blut geleckt. Ab diesem Zeitpunkt war ihm klar, dass dies seine Berufung sein sollte. Es folgte die Ausbildung in der hiesigen Genossenschaft und die Schule in der Weinbauregion Nahe. Seinen Weinbautechniker hat er in Würzburg gemacht - dort traf er auch seine Winzer-Freunde Carsten Saalwächter und Jonas Brand, mit denen er sich noch immer eng austauscht und natürlich his Love of his Life: Eva Wehner! Seitdem halten sie sich gegenseitig den Rücken frei.

Nach diversen Weinbau-Praktika im österreichischen Gols und in Neuseeland kehrte er in die Heimat zurück. Hauptberuflich arbeitet er bei einem der hiesigen Weingüter und brachte die Besitzerfamilie sogar dazu, auf biologischen Weinbau umzustellen. Nebenbei besorgte er sich peu à peu Parzellen mit extrem altem Rebmatierial. Die erste Lage wurde direkt bei Ebay-Kleinanzeigen geschossen. Seitdem hat er ordentlich aufgestockt und ist jetzt auf ca. 3 ha terrassierte und un-terrassierte Steillagen angewachsen. Teilweise sogar in namhaften Lagen, wie dem Freyburger Edelacker, teilweise in (zu Unrecht) weniger bekannten Ecken, wie dem ungalublich kalkhaltigen Ziegental.

Was braucht man für guten Wein noch, außer Reben, die mitunter weit über 100 Jahre alt sind, einen extrem vorteilhaften Arbeitswahn und einen Hang zur Akribie? Korrekt! Einen Weinkeller! Und weil Kellerei-Gebäude viel Geld kosten, suchten Konni & Evi eine praktikable Lösung. Diese fand man dann auch in Form eines kleinen Eingeschossers, der die ehemalige Schulkantine des Ortes Burgscheidungen beheimatete. Hier richtete sich Konni nach und nach ein, schaffte Fässer aus Harzer Eiche an, die er extra vom letzten Weinfass-Küfer der Region produzieren lässt und überlässt dort den Wein sich selbst. Denn im Keller macht er nur so viel wie nötig. Im Weinberg entscheidet sich, wie der Wein wird.

Bilder:
© Jens Hugel