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Herkunftsland
Deutschland
Region
Württemberg | Stetten im Remstal
Anbaumethode
biodynamische Landwirtschaft nach Demeter-Richtlinien seit 2012
Kellerarbeit
spontane Gärung | Ausbau im Holzfass & Edelstahltank | langes Feinhefe-Lager
Rebfläche
ca. 14 Hektar
Besonderheiten
alte Weinbergslagen in Stetten | Mitglied bei Junges Schwaben, EcoVin, Demeter & VDP

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Die Familie Beurer ist seit Generationen in der Landwirtschaft und Genossenschaft verankert. Erst 1997 wagte Jochen Beurer den Schritt weg vom genossenschaftlichen Weinbau hin zum eigenständigen Familienbetrieb. Vor den Toren Stuttgarts, an den Hängen der Keuper-Landschaft, wurde zunächst konventionell gewirtschaftet und gekeltert, aber schnell zeigten sich Wunsch und Wille, Weinbau im Einklang mit der Natur zu betreiben. Bereits 2003 wurden die ersten Experimente und Versuche unternommen und beispielsweise im Kellerbetrieb auf Spontangärung umgestellt. Seither wurde dieser Weg konsequent weitergeführt, anfangs mit naturnahem Weinbau nach EcoVin-Richtlinien und seit 2012 mit biodynamischer Arbeitsweise.

Ökologie hat oberste Priorität und Weinberg sowie Kellerarbeit werden dem Lauf der Natur überlassen. Nur in extremen Fällen wird eingegriffen und unterstützt, sogenanntes „kontrolliertes Nichtstun“. Auf den rund 14 ha wird nach Demeter-Richtlinien gearbeitet, Fungizide haben hier keinen Platz. Behandelt wird ausschließlich mit Backpulver, Pflanzenextrakten und Tee-Aufgüssen. Darüber freut sich auch die Natur auf dem Weinberg. Besonders stolz ist die Familie Beurer dabei auf die Pflanzen- und Insektenvielfalt ihrer Hänge, die aktiv mit Ringelblumen, Malve und Borretsch begrünt werden. Eine weitere Besonderheit des Weinguts ist die Passion für historische, mittelalterliche Rebsorten. So werden auf dem heimischen Museumsweinberg am Fuße der Y-Burg über 30 alte Sorten kultiviert und erhalten, darunter auch ein Žametovka-Ableger der ältesten Rebe der Welt aus Maribor in Slowenien.

Im Keller setzt die Familie Beurer auf die natürlichen Weinbergshefen, längere Maischestandzeiten, auch beim Riesling, und viel Zeit bei der Reife auf dem Hefelager. Der teilweise zwanzig monatige Ausbau erfolgt vorzugsweise in alten Holzfässern und im Edelstahltank. So entstehen äußerst komplexe, stoffige und sehr nachhaltige Weine, die die unterschiedlichen Terroirs der Weinberge in außergewöhnlicher Form widerspiegeln. Neben Gipskeuper und Buntem Mergel dominieren hier verschiedene Sandsteine, wie Schilfsandstein und Kieselsandstein. Vor allem der Riesling besitzt die Fähigkeit, diese unterschiedlichen Bodentypen unnachahmlich einzubinden und im Glas zum Ausdruck zu bringen. Unter dem Label „Rettet die Reben“ finden auch die historischen Rebsorten ihren Weg ins Glas und ergeben einen intensiven, offenen Weißwein.

Bilder:
© Flaschenbilder: Weinkombinat Hugel - Jens Hugel
© Bilder vom Weingut: Weingut Jochen Beurer