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Herkunftsland
Österreich
Region
Burgenland | Leithagebirge
Anbaumethode
biologische & biodynamische Kreislaufwirtschaft
Kellerarbeit
spontane Gärung | Ausbau in traditionellem Fass & Edelstahltank | keine Anreicherung
Rebfläche
40,0 Hektar
Besonderheiten
vielfältige Bodenformationen vom Leithaberg bis zu den Heideböden am Neusiedler See

Artikel des Produzenten Nittnaus

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Der Name Hans Nittnaus ist nicht nur im Burgenland ein Wohlbekannter. Als Mitbegründer der respectBIODYN-Gemeinschaft, als maßgeblicher Initiator der Pannobile, einer Winzervereinigung der Region Neusiedlersee, und durch seinen preisgekrönten Cuvée Comodor ist sein Name seit langem auch international ein Begriff. Seine Familiengeschichte ist lang und reicht bis 1684 zurück, wo bereits die Familie Nittnaus in Gols am Neusiedlersee Wein kelterten. Seit 1985 bilden Hans und Frau Anita das sympathische Duo an der Spitze des Weinguts. Im Schatten des Glycol-Skandals, der Österreichs Weinwelt im selben Jahr erschütterte, und mit Wut und Ehrgeiz im Bauch strebten die Nittnaus nun danach, obwohl unschuldig am Geschehenen, den österreichischen Rotwein zu rehabilitieren und an die Weltspitze zu führen. Und das nicht als Kopie französischer oder spanischer Rotweintradition, sondern mit eigenständiger Handschrift auch aus einheimischen Sorten mit starkem Bezug zum Terroir. 

Hans und Anita, sowie mittlerweile auch Sohn Martin, sehen sich dabei eher als Begleiter der Weinreben und überlassen der Natur die Federführung. So zeigen ihre Weine eine äußerst ausgeprägte Lagen- und Herkunftscharakteristik. Mit dem Wunsch auf maximale Naturnähe und Natürlichkeit begann die konsequente Umstellung auf biodynamischen Anbau und wurde mit dem Jahrgang 2013 abgeschlossen. Seitdem wird begrünt, wo es nur geht und statt Kunstdünger auf eigenen, biologischen Kompostdünger gesetzt. Dabei kommen die unterschiedlichen Bodentypen der einzelnen Lagen wunderbar zum Tragen. Am Leithaberg dominieren Muschelkalk, Glimmerschiefer und Quarzit, wohingegen am Heideboden eher sandige-schottrige Böden den Trauben eine Unterlage bieten. 90 % der Rebfläche sind mit roten Sorten bestockt, dabei größtenteils Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent und Merlot. Bei den weißen Sorten ist vor allem der Weißburgunder tonangebend, zusammen mit etwas Chardonnay und Grünem Veltliner. 

Um den terroirbezogenen Weinen nicht ihre Mineralität zu rauben, wird so schonend und unverfälscht wie möglich gearbeitet. Das heißt vor allem keine Schönung, keine Anreicherung oder sonst irgendeine Intervention. Vergoren wird natürlich mit den auf der Schale sitzenden Wildhefen. Ausgebaut wird in traditionellen Holzfässern oder im Edelstahltank. Hier lagern die Weine schon mal 22 Monate, bis sie in die Flasche kommen. Viel Zeit zu reifen, genau richtig für großartige Weine.

Bilder:
© Flaschenbilder: Weinkombinat Hugel - Jens Hugel
© Bilder vom Weingut: David Schreyer & Julia Geiter