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Herkunftsland
Frankreich
Region
Burgund | Chablis
Anbaumethode
ökologischer Weinbau mit biodynamischen Ansätzen
Kellerarbeit
klassische Chablis & minimalinvasive Vin de France | Ausbau im Holzfass & Amphoren | minimale Schwefelgabe
Rebfläche
15,00 Hektar
Besonderheiten
Monopollage Clos de Béru

Artikel des Produzenten Château de Béru

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Das Château de Béru ist ein mittelalterliches Anwesen in der berühmten Weinregion Chablis im Herzen des Burgund, welches seit über 400 Jahren im Besitz der Familie Béru ist. Schon die Zistersinster-Mönche haben hier im 12. Jahrhundert ihren Wein in den Katakomben der Burg gelagert. Diese Tradition wurde von der Familie fortgeführt und hat bis heute Bestand.

Die jüngere Geschichte ist geprägt durch den Wiederaufbau der Weingärten infolge der Rodung durch die Reblauskrise im 19. Jahrhundert. Éric de Béru nutzte seine Rebrechte und bepflanzte 1987 insgesamt 15 Hektar der umliegenden Lagen. Diese wurden zunächst verpachtet, dienten später aber für die eigene Weinproduktion. 2005 wurde schließlich der erste eigene Wein abgefüllt und die Reise begann. Tochter Athénaïs de Béru hatte anfänglich keinen Nerv fürs Winemaking und ging nach Paris. Die Liebe zur Natur ließ sie jedoch nie ganz los und als die Idee reifte, die eigenen Hänge selbst zu bewirtschaften, sah sie die Möglichkeit, beides zu verbinden. 2006 übernahm sie das Weingut und stellte es noch im selben Jahr auf ökologischen Weinbau um. Einen Schritt weiter ging sie dann mit den ersten biodynamischen Versuchen 2009. Seit 2010 ist nun das gesamte Weingut auf biodynamische Wirtschaftsweise umgestellt. Der letzte Schritt war 2022 die Errichtung eines neuen Weinkellers in den alten Gemäuern, der ganz nach dem Zero Carbon Prinzip nachhaltiges Keltern ermöglichen soll. 

Zu den Weingärten des Familienbetriebs zählen 15 Hektar umliegende Rebfläche mit der Speerspitze Clos de Béru als Monopol-Lage. Hier wächst ausschließlich Chardonnay auf ganz besonderen Böden aus sogenannten Kimmeridge-Kalk, einem speziellen Kalk-Ton-Gemisch aus der Oberjura. Athénaïs war es schon immer ein Anliegen, sich auch im Ausbau anderer Rebsorten zu versuchen. So arbeitet sie eng mit Winzern aus dem naheliegenden Yonne zusammen, die ebenfalls biodynamischen Weinbau betreiben. Hier finden sich unter ihrem Label Athénaïs Vin de France neben Pinot Noir auch Pinot Gris, Aligote und Gamay wieder. Zusammen mit Kellermeisterin Ribe Gaëlle kreieren die beiden Chablis mit einer ganz eigenen Handschrift. Besonders erwähnenswert ist dabei, dass ihre Weine mindestens 2 Winter in den Amphoren oder Holzfässern verbringen, bevor sie in die Flasche kommen. So ist kein oder fast kein Füllschwefel nötig und hält die Weine lebendig. Allgemein wird auf Schönungsmittel ebenso verzichtet wie auf Filtration und Anreicherung. Die Weine von Château de Béru bekommen viel Zeit und Ruhe, damit sie ausgewogen und mit natürlicher Stabilität dem Trinkenden noch lange viel Freude bereiten.

Bilder:
© Flaschenbilder: Weinkombinat Hugel - Jens Hugel
© Bilder vom Weingut: Benoit Guenot; Athénaïs de Béru; Sébastien Burel; Edouard Thorens