Artikel des Produzenten Vietti

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Dem Fakt, dass das Familienweingut Vietti heute zu einem der besten und bekanntesten Weingüter im Piemont zählt, geht eine lange, bewegte Geschichte voraus, voller Mut und Tatendrang. Die Geschichte begann Ende des 19. Jahrhunderts, als Carlo Vietti das Weingut inmitten der Gemeinde Castiglione Falletto im Herzen des Piemont gründete. Mit der Übernahme durch Sohn Mario um 1917 veränderte sich die Firmenphilosophie nachhaltig, weg von der Massenproduktion, hin zu hochwertigen Qualitätsweinen. Ende der 50er Jahre kam zu dem hohen Qualitätsanspruch, angetrieben durch Alfredo Currado, seines Zeichens Kellermeister und Kunstliebhaber, die Vorliebe für künstlerisch gestaltete Etiketten hinzu, die noch heute ihre Flaschen zieren. Mit viel Mut und Leidenschaft setzte die Familie in Sachen Wein im Piemont neue Maßstäbe. So wurde 1961, entgegen dem üblichen Cuvée, der erste, terroirbezogene Lagen-Barolo abgefüllt. Einige Jahre später wurde erstmals ein sortenreiner, hochwertiger Arneis gekeltert, ein Novum in Italien, was dieser Rebsorte nicht zuletzt zum heutigen Standing in der Region verhalf. Bis zuletzt haben Luca Currado Vietti und seine Frau Elena das Weingut in diesem Sinne fortgeführt und stetig die Marke Vietti verbessert. 2016 entschlossen sie sich jedoch, das Weingut zu verkaufen und verließen es 2023 schließlich. Seitdem ist das Weingut im Besitz der Familie Krause, die die Visionen der Familie Vietti weiterleben und vorantreiben. 

In den letzten Jahren sind zu den alten Besitztümern der Familie Vietti in der Barolo-Region einige neue Lagen hinzugekommen. So wurde die Rebfläche um Lagen in der Region Barbaresco und Tortonesi erweitert und umfasst nunmehr 65 Hektar, dabei einige der bedeutendsten Cru-Lagen der Regionen. Neben der Nebbiolo-Rebe, die die Grundlage für Barolo und Barbaresco darstellt, sowie die Weißweinsorte Arneis, ist das Weingut für ihren ausgezeichneten Barbera bekannt. Neu im Sortiment ist neben der weißen Sorte Timorasso auch die Rebsorte Moscato Bianco, welche die Grundlage ihrer Süßweine bildet. Seit vielen Jahren schon wird auf den Hängen biologisch gearbeitet und man befindet sich derzeit in der Zertifizierungsphase. 

Im Weinkeller des Weinguts bestimmt klassische Handwerksarbeit das Treiben. Wenn die Trauben nach der Handlese in den Keller kommen, werden sie zunächst entrappt, über Nacht kalt mazeriert und anschließend weiterverarbeitet. Die Weißweine werden sanft abgepresst und im Edelstahltank vergoren und gereift. Die Roten werden deutlich länger mazeriert und auf der Maische gelagert, bevor sie abgepresst in große Holzfässer oder gebrauchte Barriques umziehen. Hier reifen sie zum Teil über 30 Monate, bis die einzelnen Weine assembliert werden. Resultat sind Weine, die sich zurecht in den Top-Listen des Piemont, wenn nicht sogar Italiens, wiederfinden.

Bilder:
© Flaschenbilder: Weinkombinat Hugel – Jens Hugel
© Bilder vom Weingut: Vietti