Gutswein
Der Einstieg und die Visitenkarte eines Weinguts. Beim VDP als VDP.Gutswein bezeichnet.
Der VDP.Gutswein ist die Einstiegsstufe in der vierstufigen Qualitätspyramide des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter (VDP). Die Trauben stammen aus Weinbergen des Weinguts innerhalb seiner Anbauregion, eine engere Herkunft wie ein Ort oder eine Lage wird nicht angegeben. Erzeugt wird der Gutswein aus den für die Region typischen Rebsorten, und auch für ihn gelten die strengen Qualitätsvorgaben des Verbands. Auf dem Etikett stehen meist nur der Name des Weinguts und die Rebsorte. Damit ist der Gutswein so etwas wie die Visitenkarte eines Weinguts: Er zeigt den Stil des Hauses, ist meist früh trinkreif und dabei vergleichsweise preiswert. Wer ein Weingut kennenlernen möchte, findet hier deshalb oft den besten Einstieg. Gute Gutsweine bieten häufig ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und machen Lust darauf, die höheren Stufen zu entdecken.
Die VDP-Qualitätspyramide im Überblick:
VDP.Große Lage: Spitzenweine aus den besten Lagen, trockene Weine heißen „Großes Gewächs“
VDP.Erste Lage: Weine aus erstklassigen Einzellagen
VDP.Ortswein: Weine aus guten Lagen einer Gemeinde
VDP.Gutswein: Einstiegsweine des Weinguts mit regionaler Herkunft
Seit der Weinrechtsreform 2021 ist „Gutswein“ auch eine allgemeine gesetzliche Bezeichnung für Nicht-VDP-Betriebe.