Maischegärung
Gärung des Mosts zusammen mit den Traubenschalen.
Bei der Maischegärung wird der Traubenmost gemeinsam mit den Schalen und teilweise den Kernen vergoren. Die Maische ist dabei die Mischung aus zerquetschten Trauben, Saft, Schalen und Kernen. Da Farbstoffe, Tannine und viele Aromastoffe vor allem in der Schale sitzen, werden sie auf diese Weise intensiv in den Wein übertragen. Bei Rotwein ist die Maischegärung der Standard, denn erst durch sie erhält er seine rote Farbe. Wird ein Weißwein auf der Maische vergoren, entsteht ein sogenannter Orange Wine. Er zeigt eine bernstein- bis orangefarbene Tönung, spürbare Gerbstoffe und oft Aromen von getrockneten Früchten, Tee, Kräutern oder Nüssen. Je nach Stil dauert der Schalenkontakt wenige Tage bis mehrere Monate. Die Methode ist uralt und wird in Georgien seit Jahrtausenden in Qvevri-Amphoren praktiziert. Heute ist sie vor allem bei Natur- und Orangeweinen wieder sehr beliebt.