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Aroma

Die Duftnoten eines Weins wie Frucht, Blüten oder Gewürze – wahrgenommen über den Geruchssinn.

Als Aroma bezeichnet man die Geruchseindrücke eines Weins, zum Beispiel Noten von Früchten, Blüten, Kräutern oder Gewürzen. Wahrgenommen wird es olfaktorisch, also über den Geruchssinn. Das geschieht auf zwei Wegen: direkt über die Nase beim Riechen am Glas (orthonasal) und über den Rachenraum, während der Wein im Mund ist (retronasal). Das Aroma ist nicht mit dem Geschmack zu verwechseln. Mit der Zunge nehmen wir nur die Grundgeschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, bitter und umami wahr. Alles, was wir als „Kirsche“, „Pfirsich“ oder „Vanille“ beschreiben, ist dagegen Aroma. Fachleute unterscheiden drei Gruppen: Primäraromen stammen aus der Traube selbst, etwa Zitrus, Apfel oder Holunderblüte. Sekundäraromen entstehen bei der Gärung und im Ausbau, zum Beispiel Brioche, Butter oder Vanille aus dem Holzfass. Tertiäraromen entwickeln sich erst während der Reifung, wie Honig, Nüsse oder Petrol. Diese gereiften Aromen werden auch als Bouquet bezeichnet. Ein kleiner Tipp: Leichtes Schwenken des Glases setzt mehr Aromen frei.

Tipp: Wer sich das "freie Schwenken" nicht traut, der kann das Glas auf dem Tisch stehend unten an der Wurzel des Stiels anfassen und auf dem Tisch kreisend bewegen.