Weingut Schuh Spätburgunder Sachsen trocken 2023
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Burgundisch & vibrierend: Matthias Schuh Spätburgunder 2023 – kühler Pinot Noir mit Granit-Mineralität
Die Trauben für den Weingut Schuh Spätburgunder Sachsen trocken 2023 stammen von eigenen Rebflächen und Parzellen befreundeter Weinbauern, welche nach den Qualitätsstandards von Matthias ihre Gärten bewirtschaften. Ein Teil stammt auch aus dem Meißner Kapitelberg. Nach der Lese wurden die Trauben angepresst und mit 20 % Rappen für eine Woche eingemaischt. Da die Trauben recht kühl gelesen wurden, war dies so möglich. Der Spätburgunder wurde spontan vergoren. Dabei wurde der Maischekuchen nur zweimal täglich überschwallt und nicht untergestoßen, damit weniger Farb- und Gerbstoff extrahiert wird. Eine Woche nach Abschluss der Gärung hat Matthias die Maische abgepresst. Ausgebaut wurde der Spätburgunder für 20 Monate in 20 % Neuholz sowie schon mehrfach belegten Fässern. Gefüllt wurde er ohne Schönungsmittel und ohne Filtration.
Der Spätburgunder Sachsen trocken 2023 von Matthias Schuh zeigt ein klares, helles Rubinrot mit leicht granatfarbenen Reflexen am Rand. Dreht man das Glas, zeigt er zarte, langsame Kirchenfenster. An der Nase ist er erst etwas verschlossen und braucht Luft. Dann öffnet er sich mit kühler, roter Frucht: Sauerkirsche, leicht unreife Himbeere, ein Hauch Preiselbeere. Darunter feine Kräuterigkeit – etwas Minze, ein Tick Unterholz nach Regen. Die 20 % Neuholz sind spürbar, aber extrem fein dosiert: eine Andeutung von Zedernholz, ganz zarter Vanilleton, fast wie frisch gesägte helle Eiche. Kein Toast, kein Kaffee – hier wurde wirklich mit Fingerspitzengefühl gearbeitet. Nach ein paar Minuten kommt noch eine mineralisch-kühle Note durch, die eindeutig vom Granitboden grüßt. Am Gaumen unglaublich saftig und präzise. Die Frucht ist hell und knackig, wieder diese Sauerkirsche, jetzt mit einem Spritzer Blutorange. Die Säure ist lebendig, fast schon rassig, trägt den Wein wunderbar und gibt ihm diese „trink-mich-weiter“-Leichtigkeit. Tannine sind superfein, seidig, fast ein bisschen staubig-pudrig – das kommt von der sanften Extraktion und den ganzen Trauben. Der Holzeinsatz bleibt komplett im Hintergrund, gibt nur etwas Struktur und eine hauchzarte Süße im Abgang. Trotz 20 Monaten Fass bleibt der Wein schlank, wirkt aber keineswegs dünn, sondern einfach nur elegant und kühl. Der Nachhall ist lang, mineralisch, mit einem leicht salzigen Touch. Das ist ein Spätburgunder, der zeigt, dass Sachsen mehr kann als „nett und fruchtig“. Matthias Schuh hat hier einen richtig ernstzunehmenden, burgundisch angehauchten Pinot Noir hingestellt – hell, transparent, vibrierend, aber mit Substanz. Kein Brüller, sondern ein Flüsterer, der immer lauter wird, je länger er im Glas ist. Perfekt zu: geschmorten Kalbsbäckchen mit Thymian und Möhren oder gebratener Entenbrust, medium rare, mit Sauerkirsch-Reduktion. Ein Wein, der Lust macht auf die nächsten Jahrgänge aus Sachsen. Wer jetzt zugreift, hat in drei bis fünf Jahren noch mehr Freude daran. Großes Kino aus dem kleinsten Anbaugebiet – Respekt!
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Herkunftsland
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Region
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Geschmack
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Farbe
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Rebsorte
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Jahrgang
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Marke
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Inverkehrbringer
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Alkoholgehalt in Vol.-%
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Serviertemperatur in °C
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Inhalt
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Allergene
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Restzucker in g/l
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Gesamtsäure in g/l
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Zutaten
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Durchschnittliche Nährwerte je 100 ml


