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Weingut Schuh  |  SKU: DE_434_23

Weingut Schuh Regent trocken 2023

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Die Trauben für den Weingut Schuh Regent trocken 2023 kommen ausschließlich aus der Meißner Einzellage Klausenberg – Sachsens kleinste eingetragene Lage und im Alleinbesitz des Weinguts Schuh. Hier finden sich steile Terrassen auf Granit-Syenit-Verwitterungsboden mit alten Trockenmauern. Diese speichern tagsüber die Wärme und geben sie nachts ab – ein Mikroklima, das selbst in kühlen Jahren für physiologische Reife sorgt. Regent ist eine 1967 von Prof. Becker gezüchtete PIWI-Rebe (pilzwiderstandsfähig), Kreuzung aus Diana (Silvaner × Müller-Thurgau) und Chambourcin. Seit 1995 zugelassen, gehört sie zu den erfolgreichsten neuen Sorten Deutschlands – besonders in kühleren und feuchteren Regionen, weil sie kaum Spritzmittel braucht. In Sachsen stehen gerade mal ca. 9 Hektar, ein winziger Bruchteil. Viele sehen sie noch als „Funktionsrebe“, aber in den richtigen Händen kann sie tiefdunkle, charakterstarke und erstaunlich elegante Rotweine hervorbringen – irgendwo zwischen Spätburgunder und einem kräftigen St. Laurent angesiedelt. 2023 war warm und trocken, die Trauben kamen perfekt gereift und kerngesund ins Weingut. Matthias Schuh hat sie schonend entrappt, spontan vergoren und die Maische relativ warm (ca. 28–30 °C) geführt, um die Farbe und die Aromen voll rauszukitzeln. Nach 18 Monaten Reife in gebrauchten und einem kleinen Anteil neuer Barrique wurde unfiltriert und ungeschönt abgefüllt. 

Der Regent 2023 von Matthias Schuh zeigt ein tiefdunkles Rubinrot mit violettem Schimmer, fast blickdicht – typisch Regent. Am Rand schon leichte granatfarbene Töne, obwohl der Wein erst ein knappes Jahr auf der Flasche ist. Dicke, langsame Kirchenfenster, satte Farbe bis zum Rand. Der Duft ist sehr intensiv! Reife Schwarzkirsche, Brombeere, ein ganzer Korb voll dunkler Waldbeeren. Dazu kommt eine würzige, fast pfeffrige Note – wie frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und ein Hauch Nelke. Das Holz ist deutlich präsenter als beim Spätburgunder, aber wunderbar eingebunden: dunkle Schokolade, ein Tick Mokka, leicht rauchig, aber nie süß oder aufdringlich. Nach ein paar Minuten kommt eine kühle, fast graphitige Mineralität durch – das ist der Klausenberg, der Granit-Syenit redet mit. Am Gaumen saftig und kraftvoll, aber keinesfalls plump. Die Frucht explodiert förmlich – schwarze Kirsche, Pflaume, ein Spritzer Heidelbeere. Die Säure gibt dem Ganzen Frische und machen ihn trotz der 13 % und der beerigen Opulenz erstaunlich trinkig. Tannine sind kräftig, aber reif und samtig – der lange Traubenkontakt und die 18 Monate Holz haben hier super Arbeit geleistet. Im Abgang bleibt eine leichte Süße, gepaart mit dunkler Schokolade und einem Hauch Tabak. Langer, wärmender Nachhall mit wieder diese mineralischen Steinnoten. Der 2023er Regent von Matthias Schuh ist ein echtes Statement: Ja, aus einer PIWI-Sorte kann man einen richtig ernstzunehmenden, charakterstarken Rotwein machen – tief, komplex und mit eigenem Profil. Wer jetzt noch sagt „Regent ist doch nur für den Hausbrand“, hat diesen Wein nicht getrunken. Ein Sachse, der sich vor keinem badischen oder pfälzischen Kollegen verstecken muss. Perfekt zu: Geschmorte Rinderbacke in Rotweinsoße mit Wurzelgemüse oder zu Wildschweinrücken mit Wacholder und Preiselbeeren. Wer noch Vorurteile gegen Regent hat: kauft eine Flasche, öffnet sie, trinkt – und schweigt danach still. Großartiger Stoff aus Meißen!